Ein Hochsommer-Turnier bei 32°C ist für alle Beteiligten eine Belastungsprobe – vor allem für die Spieler. Hitze erhöht die Herzfrequenz, beschleunigt die Dehydrierung und erhöht das Verletzungsrisiko erheblich. Mit den richtigen Cool-Down-Techniken bleibt das Turnier trotzdem sicher und erfolgreich.
Die 5-Minuten-Pause effektiv nutzen
Viele Spieler nutzen die Pause nach einem Spiel, um sofort zum Getränkestand zu laufen oder auf dem Handy zu scrollen. Physiotherapeuten empfehlen stattdessen: Die ersten 5 Minuten nach dem Spiel sind entscheidend für die Erholung. Leichtes Auslaufen (3–4 Minuten) senkt Herzfrequenz und Laktat deutlich schneller als passives Stehen.
- 3 Minuten leichtes Auslaufen nach jedem Spiel
- Sofort trinken (200–300 ml Wasser oder Saftschorle)
- Kühlpads oder nasse Tücher auf Nacken und Handgelenke legen
- Stretch-Übungen für Waden und Oberschenkel (je 30 Sekunden)
- Füße hochlagern in der letzten Pause vor dem nächsten Spiel
Hitzeschutz für Organisatoren
Als Turnierorganisator hast du eine Sorgfaltspflicht. Stelle ausreichend Schattenbereiche (Zelte, Pavillons) bereit, bringe Trinkwasserstationen an allen Feldern an und erkläre bei Temperaturen über 28°C die Hitze-Schutzmaßnahmen beim Briefing. Ein Sanitätsdienst mit Kühlkompressen und einem Notfallprotokoll sollte beim Sommerturnier Pflicht sein.
Praxis-Tipp: Verlege das Turnier bei extremer Hitze auf die frühen Morgenstunden (Start 8 Uhr) oder plane eine obligatorische 30-minütige Mittagspause von 12–14 Uhr ohne Spielbetrieb.
Vorwarnsystem nutzen
Prüfe beim Sommerturnier regelmäßig die Hitze-Ampel des DFB: Bis 28°C normal spielen, 28–32°C Pausen verlängern und mehr Trinkpausen einlegen, über 32°C Spielzeiten kürzen und ärztliche Einschätzung einholen. Das schützt dich rechtlich und zeigt Verantwortungsbewusstsein.
„Wir hatten beim letzten Sommerturnier erstmals eine Kühlzone mit Schattendächern. Die Spieler haben deutlich länger performt und es gab keine hitzebedingten Ausfälle." – Turnierleiter aus München