Nach einem großen Fußballturnier sieht der Platz oft aus wie ein Festivalgelände am Montag danach. Hunderte Plastikbecher, Verpackungen, Einwegbesteck und Plastikflaschen. Dabei ist ein nachhaltiges Turnier keine Utopie – es ist eine Entscheidung, die sich mit der richtigen Planung umsetzen lässt.
Die größten Müllverursacher und ihre Alternativen
- Einwegbecher → Wiederverwendbare Becher mit Pfandsystem (0,50–1€ Pfand)
- Plastikbesteck → Bambusbesteck oder Stahlbesteck (spülmaschinenfest)
- Plastikflaschen → Wasserspender mit Mehrwegflaschen für Teams
- Plastiktüten → Papiertüten oder keine Tüten
- Schaumstoff-Teller → Pappteller oder Bananenblatt-Schalen
Das Pfandsystem für Getränke
Das Pfandsystem funktioniert bei Vereinsturnieren erstaunlich gut. Kauf 200 robuste Plastikbecher mit deinem Vereinslogo (Kosten: ca. 100–150€ für alle), erhebe 1€ Pfand pro Becher und zahle es bei Rückgabe zurück. Am Ende des Tages kommen fast alle Becher zurück – und der Verein hat einen dauerhaften Bestand für kommende Events.
Praxis-Tipp: Kündige die Nachhaltigkeit bereits bei der Turnier-Ankündigung an. „Wir sind das erste plastikfreie Turnier in unserer Region" ist ein PR-Punkt, der Aufmerksamkeit erzeugt und Sponsoren wie lokale Öko-Unternehmen anlockt.
Kosten vs. Nutzen
Die anfängliche Investition in nachhaltiges Material ist oft höher, amortisiert sich aber schnell. Wiederverwendbare Becher kosten nach 3–4 Einsätzen weniger als Einwegbecher. Bambus-Besteck ist heute sehr günstig. Und der Imagewert – als nachhaltiger Verein wahrgenommen zu werden – ist für die Sponsorenakquise und Mitgliedergewinnung kaum zu beziffern.
„Wir haben beim ersten nachhaltigen Turnier 80% weniger Müll erzeugt. Die Reaktionen der Eltern und Zuschauer waren durchweg positiv." – Vereinsvorsitzende aus Freiburg