Wer heute einem Nachwuchsturnier zuschaut, sieht oft ein Bild, das vor zehn Jahren undenkbar war: Dutzende kleine Felder nebeneinander, auf denen 3-gegen-3 oder 4-gegen-4 gespielt wird. Tore ohne Torhüter, kurze Spielzeiten, viele Ballkontakte. Das ist Funino – und es ist kein Trend, sondern eine wissenschaftlich fundierte Revolution im Kinderfußball.
Was ist Funino?
Funino wurde von Sportwissenschaftler Horst Wein entwickelt und basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Kinder lernen Fußball am besten in kleinen Spielsituationen mit vielen Ballkontakten. Auf einem 11-gegen-11-Feld berührt ein Achtjähriger den Ball vielleicht 10–15 Mal in 60 Spielminuten. Auf einem Funino-Feld sind es 50–80 Ballkontakte in der gleichen Zeit.
- 3-gegen-3 oder 4-gegen-4 ohne Torhüter
- Zwei Kleintore pro Seite (Tore nur von der Seite möglich)
- Keine Abseitsregel
- Feld: ca. 25 × 35 Meter
- Spielzeit: 7–10 Minuten pro Partie
Warum Turnierorganisatoren davon profitieren
Aus Sicht des Turnierorganisators hat Funino praktische Vorteile: Ein normaler Fußballplatz kann in 6–8 Funino-Felder aufgeteilt werden. Das ermöglicht, doppelt so viele Teams in der gleichen Zeit unterzubringen. Die Spiele laufen parallel, das Turnier ist kurzweiliger, und jedes Kind hat deutlich mehr Spielzeit.
Praxis-Tipp: Für ein Funino-Turnier mit 16 Teams á 8 Spieler brauchst du 4 Felder, 32 Spieler auf dem Platz gleichzeitig und keine Torhüter-Handschuhe. Der logistische Aufwand ist geringer als bei klassischen Formaten.
Die Zukunft des Kinderfußballs
Der DFB und zahlreiche Landesverbände haben das Funino-Konzept bereits in ihre Richtlinien aufgenommen. Für Turnierorganisatoren, die moderne Spielformen unterstützen wollen, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, das erste Funino-Turnier zu veranstalten.
„Beim ersten Funino-Turnier haben die Kinder in 45 Minuten mehr gelernt als in 3 Stunden normales Training." – Jugendtrainer, FC Bayern Nachwuchs